Dislike Button und Farben ändern in Facebook

Schon seit längerem häufen sich Fan-Seiten und Gruppen bei Facebook die einfach nur Leute veräppeln möchten. Ich bin auf jeden Fall dafür, dass ein Computerführerschein in Zukunft Pflicht werden sollte. Wenn man die Gruppenbeschreibung von sowas liest kann man eigentlich fast nur nen Lachanfall bekommen:

Ändere die Farbe von Facebook, ganz einfach! Wie?

  1. Werde ein Fan!
  2. Klicke links unter dem Bild auf “Freunden vorschlagen”
  3. Wähle 30 Freunde
  4. Verschicke die Einladung
  5. Ein Pup-Up öffnet sich
  6. falls es sich nicht öffnet, halte die Taste ALT gedrückt und drücke dann F4
  7. Wähle eine Farbe, zB rot, und freu dich ;)
  8. ganz einfach, oder?

Wenn man nun denkst, dass dies schon der lustige Teil ist, dann sollte man sich mal die Reaktionen der User anschauen. Immerhin gibts teilweise über 1.000.000 Anhänger. Gruppen welche das aktuelle Notleiden auf Haiti als Thema haben und Spenden sammeln möchten können froh sein, wenn sie auf ein Drittel der Nutzerzahlen kommen. Irgendwie schon ein wenig verrückt das ganze.

Auf jeden Fall lass Euch gesagt sein: Diese “Tricks” funktionieren nicht. Woher soll der Gruppenbesitzer auch wissen, wie viele Freunde Ihr eingeladen habt? Es ist nicht möglich so etwas heraus zu finden und das ist auf jeden Fall gut so!

Entstanden ist das ganze wahrscheinlich durch die ganzen Gruppen mir dem Dislike-Button. Dieser Knopf soll den Benutzern ermöglichen eine kurze negative Stellung zu einem Thema oder Kommentar abzugeben. Von diesen Gruppen gibt es auf jeden fall mehr und teilweise verzeichnen sie sogar rund 3.000.000 Mitglieder. Die Beschreibungen lesen sich ganz ähnlich wie bei allen Seiten die die Leute zum Narren halten möchten. Das ALT+F4 habe ich aber bisher nur gefunden, wenn man die Farben ändern möchte. Im Grunde genommen geht es immer wieder darum, dass Mitglieder eingeladen werden müssen. Ein schönes Schneeballsystem also. Irgendwie laden die Menschen auch immer erst ihre Freunde ein bevor sie die Kommentare im Forum lesen. Auch werden wohl offizielle News seitens Facebook komplett ignoriert.

Welt.de schreibt dazu noch:
Bei Facebook hält man wenig von den Absichten der Dislike-Initiative und sorgt sich um die Gute-Laune-Aura des Netzwerkes. „Positive Meldungen passen besser zu uns als negative“, sagt ein Facebook-Sprecher. Er sorgt sich auch um die Wirkung negativer Kommentare. „Eine destruktive Information erzeugt keine viralen Effekte“, sagt er. Facebook will Miesepetern kein Podium bieten und vermeiden, dass unter positiven Status-Updates eines Nutzers „Gefällt mir nicht“-Äußerungen anderer erscheinen – beispielsweise aus Missgunst, Eifersucht oder schlechter Laune.

Die gute Laune ist den sozialen Netzwerkern sogar so wichtig, dass sie zumindest für die USA einen „Gross National Happiness Index“ erheben, der die Stimmung im Netz wiedergibt. Dazu wird die Differenz zwischen positiv und negativ besetzten Worten ermittelt, die in den Postings verwendet werden. Die Kurve zeigt starke Schwankungen und schnellt regelmäßig an Feiertagen fast senkrecht in die Höhe.

Facebooker sind ein seltsames Volk: Jedes Mal, wenn das Netzwerk etwas Neues einführt, wollen die Nutzer das alte behalten – beispielsweise beim Start des Newsfeeds vor ungefähr einem Jahr, also der mittleren der drei Spalten einer Homepage. Facebook wollte damals von den statisch wirkenden Updates wegkommen und mehr Twitter-like aussehen. Die Nutzer liefen Sturm. „Und heute ist der Newsfeed das meist geliebte Element einer Seite“, heißt es bei Facebook.

Es gibt zwar ein Plugin für Firefox, aber dies ist auch nur bedingt zu empfehlen. Einmal befindet es sich in einer sehr experimentellen Phase und zweitens nutzt es nur den Usern etwas, die das selbe Plugin installiert haben. Zumal gibt es nun schon verschiedene Versionen dieses Plugins von verschiedenen Programmierern, welche alle nicht kompatibel zu einander sind.

Dies waren nur zwei Beispiele Menschen irgendwelchen Menschen folgen, die sich vielleicht aus einer Trinklaune einen kleinen Spass erlauben wollten. Es gibt noch sehr viele Beispiele solcher Art auf Facebook. Da wird mit Eigenschaften wie Besucherzähler oder Tracking alla “Big Brother is watching you” auf der eigenen Profilseite geworben oder den Menschen weiss gemacht, dass man mit bestimmten Applikationen seine Freunde und sowas überwachen kann. Es gibt hunderte Beispiele, obwohl die meisten technisch gar nicht umsetzbar sind. Wenn sie doch umsetzbar sind dann handelt es sich um eine kleine Lücke die nach Stunden bzw. spätestens nach ein paar Tagen geschlossen ist.

Bitte also in Zukunft einmal über den Inhalt einer Seite nachdenken und nicht gleich alle möglichen Menschen mit Einladungen bombardieren!

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