Vorstellungsgespräch: Bei Facebook schreiben Sie ..
Immer weniger Leute machen sich darüber Gedanken, was der jetzige oder zukünftige Arbeitgeber alles im Internet über einen finden kann. Manche wundern sich dann, dass man zum Vorstellungsgespräch überhaupt nicht eingeladen wird oder der erhoffte Aufstieg dann anderen zugesprochen wird. Dabei bieten eigentlich alle Plattformen die Möglichkeit das Profil soweit abzuschotten, dass nur “Freunde” die privaten Meldungen und Bilder sehen können.
Unter Facebook ändert man diese Einstellungen unter Profilinformationen und bei StudiVZ findet man diese Einstellungen unter Privatsphäre. Es haben sich sogar schon Firmen drauf spezialisiert verschiedene Profilversionen abzuspeichern. Eine Änderung vor dem Vorstellungsgespräch ist somit zwecklos, wenn vorher schon alles offen stand. Speicherplatz kostet heute fast nix und es ist ein leichtes so eine Datenbank zu betreiben. Wenn ein Hobbyprogrammierer so etwas in wenigen Stunden realisieren kann, dann möchte man sich nicht ausmalen, was die Firmen machen, die damit Geld verdienen.
CareerBuilder machte zu diesem Thema eine Umfrage mit 31.000 Arbeitgebern und dabei kam folgendes Ergebnis heraus:
- 41 Prozent suchen nach Hinweisen auf Alkohol- oder Drogenkonsum.
- 40 Prozent interessiert, ob sie dort diskreditierende Fotos in den Profilen finden.
- 29 Prozent schätzen so die kommunikativen Fähigkeiten ein.
- 28 Prozent fahnden nach übler Nachrede über Ex-Arbeitgeber oder Kollegen.
- 27 Prozent achten auf falsche oder zweifelhafte Qualifikationen.
- 22 Prozent schrecken unprofessionelle Profilnamen ab.
- 21 Prozent suchen nach Links, die etwa auf kriminelles Verhalten hinweisen.
- 19 Prozent achten darauf, ob vertrauliche Informationen des letzten Arbeitgebers preisgegeben werden.
Die Umfrage wurde am 12. Dezember 2008 veröffentlicht. Da heute mehr Menschen in sozialen Netzen unterwegs sind, werden diese Werte wohl gestiegen sein.
Persönlich wurde ich auch bei meinen Vorstellungsgesprächen zu meinen Aktivitäten im Internet befragt. Hier wollte man aber wissen, ob mich Projekte, wie dieser Blog oder andere Programmierarbeiten, mich zeitlich sehr einspannen würden.
Artikel zu diesem Thema gibts noch bei karrierebibel.de, brainlogs.de und auf Spiegel Online. Interessant ist vielleicht noch der Artikel Uni-Abmahnungen wegen Partyfotos bei Facebook oder die allgemeinen Tipps bei der FAZ: Im Vorstellungsgespräch – Das Prinzip Gullydeckel.
andere interessante Artikel:
- Facebook – Jabber für bestimmte Benutzergruppen
- Frohe Weihnachten Euch allen
- Freier Online-Proxy für gesperrte Seiten in der Firma oder Schule
- Facebook integriert Jabber/XMPP
- Studie: Studieren im Web 2.0
tags: Alkohol, Arbeitgeber, Datenbank, Drogen, Facebook, Fotos, Karriere, Nachrede, Nachteile, Party, Profil, soziale Netze, StudiVZ, Umfrage, Vorstellungsgespräch
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