Problematische Automarken

Audi ist ein Lapsus passiert, der gerade Autofirmen immer wieder unterläuft – schließlich sind ihre Produkte weltweit sichtbar und fallen auf. Namen, deren Bedeutung unerwünscht sind, sind daher keine Seltenheit.

So wie bei der Elektrostudie Audi eTron, die gerade in Los Angeles vorgestellt wurde. Bei Studien sind wohl weniger Agenturen mit dem Test des Namens beauftragt, wie bei ‘normalen’ Produkten. Nur so ist zu erklären, dass Audi die Bedeutung von ‘étron’ im Französischen nicht aufgefallen ist. Wer nicht nachlesen will – ‘Kothaufen’ ist die Übersetzung Französisch-Deutsch, die uns ‘leo’ zeigt.

Bis zum Marktstart dürfte Audi die Fäkalien noch aus dem Namen bekommen. Anderen Automarken erging es nicht so gut. Buick LaCrosse übersetzt sich mit ‘onanieren’, genießt aber glücklicherweise räumliche Distanz zu den Verstehenden (Mitsubishis Pajero als Wichser in Spanien steht nicht besser da). Oder der MR2, den man lautmalerisch zur ‘Scheiße’ deklarieren könnte, etwa. Fiat hat mit dem ‘Uno’ in Finnland so manche Freunde belustigt – die Aussprache ist mit dem Wort für ‘Trottel’ ident.

Chevrolet/Daewoo mat mit dem Matiz einen ‘Säufer’ im Programm – in der Türkei zumindest. Und mit dem Pinto hat Ford schon früher Banditen ganz persönlich angesprochen. Heute zeigt Ford andere Qualitäten im Namen – kroatisch lautet die Bezeichnung ‘Kuga’ nämlich gar nicht so stark, wie es der Wagen vermuten läßt. Er erinnert unsere Nachbarn eher an die ‘Pest’…

Dass der Spaß auch im Deutschen funktioniert, zeigen Beispiele aus Japan und England. Da waren die Rolls-Royce-Modelle wie der Silbernebel, der englisch und daher als ‘Silver Mist’ gestartet ist. Der Vitz von Toyota würde in unseren Breiten wohl häufiger als ‘Witz’ durchgehen. Und ob der ‘Opa’ ausgerechnet als Seniorenfahrzeug verstanden werden will, ist auch nicht überliefert.

Quelle: auto.at

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